Ski Freestyle – Big Air

Regeln und Infos zu den Sprüngen von der grossen Schanze

Freeski Big Air ist eine Freestyle-Disziplin, bei der Athletinnen und Athleten von einer grossen Schanze – dem sogenannten Kicker – abspringen, um in der Luft spektakuläre Tricks zu zeigen. Bewertet wird der Sprung von einer Jury, die Punkte für Schwierigkeit, Ausführung, Höhe, Landung und Gesamteindruck vergibt. Maximal sind 100 Punkte möglich.

Im Gegensatz zu anderen Disziplinen wie Halfpipe oder Slopestyle, bei denen mehrere Tricks gezeigt werden, steht beim Big Air nur ein einziger Sprung im Fokus – und der soll möglichst alles übertreffen, was bisher gezeigt wurde.

Quelle: Big Air EC & Swiss Champs | Swiss Freeski Tour

Die Bewertung orientiert sich unter anderem an:

  • Anzahl und Art der Rotationen (um eine oder mehrere Achsen)
  • Grabs – also Grifftechniken an den Skiern während des Flugs
  • Sprunghöhe und Flugweite
  • Kreativität und Stil

Wichtig ist: Ein besonders schwieriger Trick führt nicht automatisch zu einer besseren Bewertung. Ein technisch einfacherer Sprung kann ebenso gewinnen – wenn er mit viel Stil, Variation und sauberer Ausführung gezeigt wird.

Ein entscheidender Faktor ist die Landung. Sie sollte exakt im sogenannten Sweet Spot erfolgen – der idealen Stelle auf dem Landehang. Wer zu früh oder zu spät landet, etwa auf dem sogenannten „Knuckle“ (Übergangsbereich zwischen Absprung und Landung), riskiert Punktabzug oder sogar einen Sturz.

Ein zentrales Bewertungskriterium ist auch die Progression – also die Weiterentwicklung des Sports. Hierzu zählen:

  • Neue Tricks, die noch nie gezeigt wurden
  • Ungewöhnliche Grab-Varianten
  • Kreative Kombinationen und flüssige Abfolgen
  • Varianten klassischer Tricks mit neuen Elementen

Eine saubere Landung ist dabei der Schlüssel: Der Athlet muss stabil auf den Skiern landen – ohne dass Hände, Knie oder andere Körperteile den Boden berühren. Big Air steht für Mut, Innovation und Präzision – und ist einer der spektakulärsten Wettbewerbe im Freestyle-Skiing.