Ski Freestyle – Halfpipe

Die Regeln zu Sprüngen und Tricks im Kampf um Medaillen

Ski Freestyle – Halfpipe ist eine spektakuläre Disziplin, bei der Athletinnen und Athleten in einer halbrunden Röhre, der sogenannten Halfpipe, eine kreative Abfolge von Sprüngen und Tricks zeigen. Bewertet wird der Sport von einer Jury, die dabei auf Schwierigkeit, Ausführung, Höhe und Stil achtet.

Bei den Olympischen Winterspielen in Peking 2022 wurden die Wettbewerbe im Einzel für Männer und Frauen im Genting Snow Park ausgetragen. Die Halfpipe ist dort 160 Meter lang und im Durchschnitt 18 bis 20 Meter breit. Die Wände der Pipe sind rund 6,5 Meter hoch – von dort katapultieren sich die Fahrerinnen und Fahrer in die Luft, um ihre Tricks zu zeigen, während sie mit hoher Geschwindigkeit die Halfpipe hinabfahren.

Swiss Freeski Tour | Laax EC Halfpipe 2024 (Quelle: Swiss Freeski Tour)

Das Ziel ist ein möglichst sauberer, kreativer und technisch anspruchsvoller Lauf. Die Anzahl der gezeigten Tricks ist nicht vorgeschrieben – weniger Tricks können mehr Raum für saubere Landungen und höhere Sprünge lassen. Anders als beim Slopestyle wird hier ausschließlich die Pipe selbst für Sprünge und Tricks genutzt.

Bei gleichem Schwierigkeitsgrad eines Tricks (z. B. Rotation, Grab, Landung) wird der Trick mit größerer Höhe besser bewertet. Viele Athletinnen und Athleten arbeiten jahrelang daran, mehr Airtime zu erreichen, um komplexere Trickkombinationen zu ermöglichen.

Besonders beeindruckend sind sogenannte „Spins“ – Rotationen in der Luft. Um das Kampfgericht zu überzeugen, müssen Drehungen nach rechts und links gezeigt werden. Eine halbe Drehung entspricht 180 Grad. Bei internationalen Wettbewerben gehören Spins mit bis zu 1440 Grad (vier volle Umdrehungen) zum höchsten Schwierigkeitslevel – und die Entwicklung geht stetig weiter.

Die Halfpipe-Disziplin gilt als eine der technisch anspruchsvollsten im Freestyle-Skiing. Sie verlangt Präzision, Mut, Kreativität – und die Fähigkeit, trotz extremer Anforderungen fehlerfrei zu performen.